Bienenstein ein Nistplatz für Wildbienen

Kleine Helfer, Große Wirkung
Bienenstein ein Nistplatz
für Wildbienen
Ein kleiner Beitrag für mehr Leben in Deinem Garten
Die Nachmittagssonne tauchte den Garten in warmes Licht. Zwischen Lavendel, Salbei und wilden Glockenblumen herrschte geschäftiges Treiben. Eine kleine Wildbiene schwirrte suchend durch die Beete, umrundete eine Blüte nach der anderen und steuerte schließlich auf ein kleines Häuschen aus Ton zu.
Kurz darauf verschwand sie in einem der vielen Gänge. Keine Minute später kam die nächste Biene angeflogen. Und dann noch eine.
Was für uns wie ein hübsches Gartenaccessoire aussieht, ist für viele Wildbienen ein wertvoller Lebensraum.
Denn die meisten Wildbienen leben nicht in großen Völkern wie Honigbienen. Sie bauen ihre Nester allein und sind ständig auf der Suche nach geschützten Hohlräumen für ihren Nachwuchs. Genau hier kommt der Bienenstein ins Spiel. Die kleinen Gänge bieten den Bienen einen sicheren Ort, um ihre Brutzellen anzulegen und die nächste Generation großzuziehen.

Doch welche Wildbienen ziehen eigentlich in einen Bienenstein ein? Und worauf kommt es an, damit die Nisthilfe wirklich angenommen wird? Genau das schauen wir uns heute einmal genauer an.
Ein kleiner Tipp der Biene
Manchmal dauert es ein wenig, bis der Bienenstein entdeckt wird. Hab Geduld und beobachte in Ruhe – es lohnt sich!
Mit der Zeit wird es in den Löchern summen und wuseln.
Großes Glück für kleine Bienen beginnt mit einer kleinen Bohrung im richtigen Stein.

Ein guter Platz für Deinen Bienenstein
- sonnig und trocken
- wind- und regengeschützt
- auf Augenhöhe, oder leicht erhöht
- in der Nähe von Blühpflanzen
- möglichst ruhig gelegen
Lavendel, Salbei, Glockenblumen oder Katzenminze liefern Pollen und Nektar.

So bleibt der Bienenstein ein guter Ort
- Nicht bewegen oder drehen
- Keine Reinigung notwendig
- Bewuchs in der Nähe sanft halten
- Vor starker Nässe schützen
Tipp: Ein kleines Dach oder eine Überdachung schützt vor Dauerregen.

Ein Bienenstein ist mehr als nur ein schöner Gartenakzent. Er ist ein Zuhause, ein sicherer Ort und ein wichtiger Beitrag für unsere Wildbienen.
Was macht einen Bienenstein so besonders?
Sichere Nisthöhlen
Die Bohrungen bieten Wildbienen einen geschützten Ort für ihre Brut und Überwinterung.
Für viele Arten
Verschiedene Lochgrößen sprechen viele Wildbienenarten und Solitärwespen an.
Natürlich & langlebig
Aus Ton gefertigt, ist der Bienenstein wetterfest und sehr lange haltbar.
Welche Wildbienen nutzen den Bienenstein?
Mauerbienen
Frühe Bauer, oft die ersten im Jahr.
Lochgröße: 5-8 mm
Blattschneiderbienen
Schneiden Blätter für ihre Nester.
Lochgröße: 6-10 mm
Löcherbienen
Nutzen vorhandene Hohlräume gern.
Lochgröße: 4-9 mm
Seidenbienen
Sammeln Pflanzenhaare für ihre Nester.
Lochgröße: 3-8 mm
Maskenbienen
Kleine, fleißige Nützlinge.
Lochgröße: 2-6 mm
Meine Entdeckungen an den Bienensteinen

Gehörnte Mauerbienen nehmen die Bienensteine auch gern als Schutz, oder Schlafgelegenheit an.
März

Töpfergrabwespen leben solitär und bauen ebenso fleißig an den Bienensteinen.
Juni

Es gibt auch Nesträuber, wie hier diese Wespe.
Aber auch das gehört zu Natur dazu.
Juni
